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23.6.04

 

Grundsteinlegung für Anlage zur Restabfallbehandlung

Niederlehme - Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) hat heute in Niederlehme (Landkreis Dahme-Spreewald) den Grundstein zum Bau einer Anlage zur Behandlung von Restabfällen gelegt. Da ab dem 1. Juni 2005 keine Siedlungsabfälle mehr wie bisher deponiert werden dürfen, müssen sie einer Behandlung unterzogen werden. So fordert es die Abfallablagerungsverordnung der Bundesregierung. Dafür müssen neue Anlagen errichtet werden. Der größte Teil der Abfälle wird so stofflich oder thermisch verwertet. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger des Landes Brandenburg sind für die Einhaltung der neuen verbindlichen Vorgaben des Bundes zur Restabfallentsorgung verantwortlich.

"Ein Jahr vor dem magischen Datum der Abfallwirtschaft, dem 1. Juni 2005, ist Brandenburg auf die neue Situation gut vorbereitet. Wir werden die Anforderungen der Abfallablagerungsverordnung erfüllen", sagte Birthler. "Dabei freut mich besonders, dass die Restabfälle nach derzeitigem Stand ausschließlich innerhalb des Landes behandelt werden. Das ist gut für unsere langfristige Entsorgungssicherheit und sichert bzw. schafft Arbeitsplätze", erläuterte er.

Der eigens dafür gegründete "Zweckverband Abfallbehandlung Nuthe-Spree" hat in seinem Gebiet mit 460.000 Einwohnern - das sind die Landkreise Teltow-Fläming, Oder-Spree und der nördliche Teil des Landkreises Dahme-Spreewald - eine effektive Restabfallbehandlung zu sichern. Die zuständigen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger im Gebiet hatten bereits vor mehren Jahren entschieden, die neuen Anforderungen mit einer eigenen Anlage am Standort einer bereits bestehenden Abfallumschlagstation im Industriegebiet "Liepnitzenberg" in Niederlehme zu erfüllen. Bei der zu errichtenden Anlage handelt es sich um eine "Mechanisch-Biologische-Stabilisierung" (MBS) mit dem Ziel, die Abfälle so aufzubereiten, dass ein biologisch stabiles, lager- und transportfähiges Material entsteht, welches sich weitgehend für eine energetische Verwertung eignet. Die MBS wird nach ihrer Fertigstellung eine Kapazität von 150.000 Tonnen pro Jahr haben.

Gegenwärtig befinden sich Restabfallbehandlungsanlagen in Brandenburg mit einer Gesamtkapazität von über 700.000 Tonnen im Bau bzw. in unmittelbarer Bauvorbereitung. Dabei dominieren die stoffstromspezifischen Behandlungsverfahren, die 40 bis 50 Prozent der zu behandelnden Abfälle zu Ersatzbrennstoffen aufbereiten und in Kraftwerken zur Energiegewinnung einsetzen werden


Quelle: Pressemitteilung Land Brandenburg: Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung (MLUR) 220604

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