Auch aeltere Diesel-Pkw koennen sauberer werden
Bundesumweltminister Trittin informiert sich beim Unternehmen TWIN-TEC ueber Nachruestungskonzept
Mit der Zusage der Automobilindustrie, bis 2008 alle neuen Diesel-Pkw mit Partikelfilter auszuruesten, ist ein bedeutender Schritt fuer die weitere Verbesserung der Luftqualitaet gemacht. Bundesumweltminister Juergen Trittin: "Mit dem Partikelfilter ist es moeglich, ueber 99 Prozent der gesundheitsgefaehrlichen Feinpartikel zurueckzuhalten. Die Partikelreduzierung darf sich aber nicht nur auf Neufahrzeuge beschraenken. Auch aeltere Diesel koennen durch Nachruestung sauberer werden. Hier liegt ein grosses Potenzial fuer die Abgasminderung."
Bundesumweltminister Trittin informierte sich heute bei der Firma TWIN-TEC in Koenigwinter bei Bonn ueber die Moeglichkeiten der Nachruestung und deren Potenzial der Partikelminderung. Das mittelstaendische Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit der Firma Emitec ein einfaches, betriebssicheres Filtersystem fuer die Nachruestung entwickelt, den Partikelfilter-Katalysator (PM-Kat). Damit wird die Partikelmasse um 30 bis 40 Prozent reduziert, die Partikelzahl im Bereich der Feinstpartikel um bis zu 80 Prozent. Trittin: "TWIN-TEC zeigt einmal mehr, dass auch kleine, mittelstaendische Unternehmen innovativ wirken koennen. Damit wird nicht nur praktischer Umweltschutz geleistet, sondern auch Standortpolitik im Kleinen einschliesslich der positiven Auswirkungen auf die Beschaeftigung gemacht."
Die Bundesregierung will ab 2005 die Reduzierung der Russpartikel steuerlich beguenstigen. Um der Autoindustrie die Umstellung auf Partikelfilter zu erleichtern, ist vorgesehen, die Foerderung mit 8,5 Milligramm zu beginnen und ab 2008 auf 2,5 Milligramm zu verschaerfen. Einzelheiten werden in Gespraechen mit den Laendern festgelegt.
Bundesumweltminister Trittin: "Mit der Zusage der Autoindustrie ist der Weg frei fuer den von uns vorgeschlagenen europaweiten Grenzwert von 2,5 Milligramm ab 2010." Trittin hatte kuerzlich die EU-Kommission aufgefordert, einen entsprechenden Vorschlag fuer eine neue Euro-5-Norm im Herbst vorzulegen. Ein Grenzwert von 2,5 Milligramm bedeutet eine Minderung der Partikelemissionen um 95 Prozent gegenueber dem seit 2000 geltenden Grenzwert Euro-3.
Quelle: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 Berlin
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