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1.7.04

 

Klimaschutzfonds/Erneuerbare Energien

p align="justify">Bundesumweltminister begruesst KfW--Klimaschutzfonds Anspruchsvolle Kyoto-Projekte als Chance fuer Unternehmen

Bundesumweltminister Juergen Trittin hat den Start des Klimaschutzfonds der KfW Bankengruppe (Kreditanstalt fuer Wiederaufbau) begruesst. "Damit setzt Deutschland wenige Wochen nach der internationalen Konferenz fuer Erneuerbare Energien "renewables 2004" ein weiteres Signal fuer weltweite Investitionen in die erneuerbaren Energien", sagte Trittin. Das Zielvolumen des Fonds betraegt 50 Millionen Euro. Zentraler Schwerpunkt des Fonds werden Projekte in den Bereichen Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Wasser und Wind sein.

Die Mittel sind fuer den Ankauf von Emissionszertifikaten aus Klimaschutzprojekten ausserhalb Deutschlands vorgesehen. Die Zertifikate koennen auf diesem Weg kostenguenstig von deutschen Unternehmen erworben werden. Mit der Nutzung dieses sogenannten "Clean Development Mechanism" (CDM) des Kyoto-Protokolls werden in Entwicklungs- und Schwellenlaendern klimaschaedliche Emissionen reduziert und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung gefoerdert. Durch den Fonds kann voraussichtlich eine Investitionssumme von bis 200 Millionen Euro fuer den Klimaschutz ausgeloest werden. Denn der Erloes fuer die Emissionszertifikate wird nur einen Teil der jeweiligen Projektfinanzierung darstellen. Die KfW wird 10 Millionen Euro Eigenmittel fuer den Fonds einsetzen. Der groesste Teil des angestrebten Fonds-Volumens soll bei interessierten Unternehmen eingeworben werden.

Der KfW--Klimaschutzfonds richtet sich insbesondere an Unternehmen der Energiewirtschaft und der Industrie, die mit der Einfuehrung des EU-Emissionshandels ab dem 1. Januar 2005 ihre Kohlendioxid-Emissionen reduzieren muessen. Gerade fuer die Energiewirtschaft, die seit 1999 wieder einen deutlich steigenden Emissionstrend aufzuweisen hat, bietet der EU-Emissionshandel eine effiziente Chance, die Minderungsverpflichtungen auch durch Massnahmen in Drittstaaten zu erreichen. Fuer viele Firmen ist es aber nicht zweckmaessig, eigene Auslandsprojekte durchzufuehren. Sie erhalten jetzt durch den KfW-Klimaschutzfonds die Chance, ebenfalls kostenguenstig Zertifikate zu erwerben.

Die KfW hat jetzt die erste Bewerbungsrunde fuer Projekte in Entwicklungslaendern (CDM) ausgerufen. Eine zweite Bewerbungsrunde, die sich vornehmlich an die Staaten Mittel- und Osteuropas (sogenannte "Joint Implementation") wenden wird, soll in wenigen Monaten folgen.
 


Quelle:BMU-Pressereferat 01.07.04

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